14.08.2016 Flugtage Bautzen

Allabendlicher Klatschblattkurier

Ausgabe 155.415.424.125.246 vom Vierzehnten August unserer Zeitrechnung.

Region Ostdeutschland

„Auf zum Flieger, oder: Das Nudelholz!“

Vorwort: Ein jemand meinte, ich würde einen Dreizeiler schreiben. Da ich es leider nicht schaffe nach besten Wissen und gewissen einen Artikel zu verfassen der unter Einhaltung der Regeln der Deutschen Rechtschreibung in Drei Zeilen passt, muss das anders gelöst werden.

„ Der Roller – oh Weh – Zwei Räder unten, ein Lenker oben, unter‘m Sitz kein Bidet, bringt den Fahrer trotzdem nach droben – auf einen Berg. Der Motor, fast ganz aus Aluminium, mit zu wenig Power, gebaut für einen Zwerg… „

„Zisch!“ – Das erste Isotonische Sportgetränk, im praktischen 0,5l Glas – to go – Gebinde, der Premiummarke Warsteiner ist offen, im Hintergrund läuft Ray Lynch, Linuxmint ver. 18 – Sarah“ läuft auch Stabil und LibreOffice wartet mit einem Blinkenden Coursor auf Eingaben, der Autor kann also loslegen. Na dann…

Der erste Akt:

Nachdem ich eigentlich pünktlich den Weg nach Dresden gefunden habe, musste ich leider feststellen, dass ich Dresden ein tolles Sportfest stattfindet. Viele Fahrrads… sind unterwegs, viel Straßen sind gesperrt – Oh nein, ich komme zu spät….

10:05 Uhr war ich am Treffpunkt, und? Viel mehr Leute waren da als Angekündigt.

Aber wer denn?

  • Uwe der Maxidriver mit Anhang
  • Jochen aus Meuro
  • Karl-Heinz, auch aus Südbrandenburg
  • Lisa, eine Freundin von Sarah mit ihrer Kawasaki Ninja – Rrrrrrrr….
  • Uwe – Xevo
  • Frank mit seinem fahrenden, Musik machenden Christbaum
  • Sarah mit ihrem Otti
  • Christian aus Freital mit einem Gelben Xciting
  • Rolf ohne Irmchen
  • Jogi der Jürgen
  • Alex – Der hier schreibende
  • Später dazu gestoßen sind : Roland mit Frau

Irgendwann nach Mc‘-Toast und Kaffee, gegen 10:20 Uhr ging es dann los. Kurz der B6 folgend um dann am Schänkhübel Richtung Wünschendorf abzubiegen. Über Dittersbach, Heeselicht, Neustadt, Steinigtwolmsdorf und Schönberg näherten wir und von Süden aus dem Bautzner Flugplatz. Nach einer langen Autoschlange führte ich die Gruppe ganz souverän am Kassenhäuschen für den Eintritt vorbei. Meine kühne Rechnung ging auf: Ein Ordner auf Roller kam uns bis zum Parkplatz, wo wir unsere Zweirädrigen Benzinkutschen abstellten, hinterher und informierte und ganz persönlich, individuell und Kundenorientiert, sowie (in der heutigen zeit nicht mehr selbstverständlich) Kostenfrei, wo man den Eintritt hätte zahlen müssen und wo man ihn jetzt Zahlen soll. Nachdem wir Sechs Euro gegen bedrucktes Papier getauscht haben (eigentlich blöd: Man tauscht bedrucktes Papier gegen bedrucktes Papier. Könnte man auch sein lassen…), konnten wir die Flugshow und was dazu gehört in vollen Maße genießen.

Der zweite Akt:

Was unbedingt zu einem Event wie den Bautzner Flugtagen dazugehört, sind nicht nur die vielen zu bestaunenden Flugzeuge und die Möglichkeiten einen Rundflug zu ergattern, sondern auch die vielen, prächtig ausgestalteten Flohmarkt-Tische der verschiedenen Händler. Neben nur wenig genutzten Gürteln, Geldbörsen mit löchern, Bügeleisen ohne Verletzungsrisiko, weil kalt bleibend, Schallplatten von der „Kratzer-Band“, Hammer ohne Hammer, aber mit Stiel, Metrische Zollstöcke, leicht bespielte Matchbox-Autos und CD‘s der Volkstümlichen Hitparade….

Für das leibliche wohl war an gut besuchten Imbissständen gesorgt und zum Nachspülen gab es Hellgelbes vom Fass. Der Bundesgrenzsch… -äh- pardon- die Bundepolizei hat einen Stand gehabt. Ein Eurocopter, ausgestattet mit modernster Farbfilm-Technik und allem pi-pa-po, war zu bestaunen und zu besteigen. Ein Achterbahn-Simulator sorgte dafür das man sein Völlegefühl los wurde und weiter Essen konnte, was Longoś-, Bratwurst- und Erbseintopfstand hergaben.

Flugzeuge starteten, Landeten und machten Lärm. Eine sehr schöne art Flüssiges, schmieriges Kerosin und leicht flüchtiges Flugbenzin in schwarzen Rauch zu verwandeln.

Die Schweizer Kunstflieger „P3-Flyers“ zeigten ihr können und Kinder konnten auf Kinderquads den kläglichen Rest einer mit einkeimblättrigen, krautigen Pflanzen bepflanzten Fläche durchwühlen.

Nachdem wir gegen 12:30 am Flugplatz ankamen und ich 14:30 Uhr für die weiterfahrt ansetzte, taten wir dies auch.

Jochen, Karl-Heinz, Rolf und Lisa fuhren ab hier schon ihre eigenen Wege, der Rest dagegen machte sich über Tschechien auf den Rückweg, der mit rund 110 Km ganz passabel ausfallen sollte – sollte…

Der dritte Akt:

Ja, es hätte auf so schönen Wegen nach Sohland/Spree gehen können, z.B. auf direkten Weg. Ein kleiner, gemeiner, vermaledeiter Wegpunkt in der Navigation setze meinem treiben ein ende, relativ nah bei Görlitz. Was war passiert: Der hinterhältige Wegpunkt war nach Flugplatzausfahrt rechts positioniert Blöd nur das wir durch ein eigens eingerichtetes Einbahnstraßensystem nach Links, also weg von dem Wegpunkt geleitet wurden. Da ich im Navigationsgerät die Option „Wenden vermeiden“ eingestellt habe, wollte mich Frau Garmina auf Großzügigen Umwegen zu dem Wegpunkt leiten. Irgendwann habe ich das ganze dann bemerkt und korrigiert, so dass wir lediglich 25 Km Umweg hatten…

Am Schluckenauer Zipfel sind wir ins Nachbarland gefahren und did erste Tankstelle gehörte Roland. Während andere ihren Spritnachschub selber mitbringen war Roland mit halbvollen Tank nach Bautzen aufgebrochen.

Auf zügigen und zugigen Wege (mancher beschwerte sich der Fahrbahnbeschaffenheit wegen) fuhren wir von Slukonov aus nach Doubice um das gute Hotel/Restaurant „Matyse u Doubice“ (man erinnert sich an Rolf‘s Geburtstag 2009) rechts liegen zu lassen. Ein Fehler im Digitalen Kartenmaterial lies mich denken der direkte Weg nach Decin wäre gesperrt und ermahnte mich zu einem Umweg über Ceske Kamenice. In Markvatice unternahmen wir einen versuch in einem Bistro/Biergarten an der Straße eine Kaffee zu bekommen – vergebens, die Gastronomische Einrichtung hatte leider schon geschlossen.

Im 4-Sterne-Hotel Zlata Lipa in Decin-Jaluvci Speisten wir dann gegen 18:00 Uhr schließlich zu Abend.

Es gab erlesenste Speisen, wie z.B. Rinderlende, Zander, Teigwaren, sowie farbenprächtige und mit liebe zubereitet Salate. Die Restaurantfachfrau war auf zack und die Rinderbrühe mit Leberknödel sollte auch aus dem Computer raus sein.

Vor der weiterfahrt bekam ich von Frau M. aus C. noch einen Anruf wo denn ihr Mann sei… Nachdem ich die junge Dame beruhigen konnte (sie drohte ihrem Gatten mit dem Nudelholz), konnten wir die letzten Kilometer der „beinahe-Weltreise“ auch noch abreisen.

An der Tankstelle in Bergießhübel verabschiedeten wir uns dann voneinander.

Das Isotonische Sportgetränk der Premiummarke Warsteiner ist nun getrunken, die Tastatur hat ein paar ihrer vielen Millionen Tastenanschläge Lebenszeit verloren und die Uhr schlägt unaufhaltbar Richtung aufgehender Sonne entgegen.

In dem sinne verabschiede ich mich, Speicher noch fix final das Dokument. An dieser Stelle Danke an:

Linuxmint 18 -“Sarah“
LibreOffice 5
Spotify und Ray Lynch für die Musikalische Untermalung.
Google-Earth für Hilfe bei der Rückverfolgung der Strecke

Viele Grüße, Alex

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