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Johanniter - Helfer im Falle wenn

So Freunde, ich war gestern auf Abwegen, bei den

Motorradfreunde "Beinhart" Pirna e.V.

Ich hatte das Glück und die Möglichkeit an einem Kurs „Erste Hilfe Für Motoradfahrende“ – neudeutsch, Kurs „First Aid Highway“ teilzunehmen. Es klang am Anfang etwas trocken, so und so viel Stunden Theorieeinheiten im geschlossenen Raum und wir machen die Vorhänge zu, damit ihr das schöne Motorradwetter nicht seht.

Ich hätte den Tag, mit nichts Schöneren verbringen können. Im Einzelnen, wir trafen uns 9 Uhr in Heidenau bei der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Riesige Motorräder, den Lacher erntete unser Rollerfreund Frank, weil es hieß, es nehmen auch Gäste vom Rollerklub teil. Die Biker dachten jetzt, wie alle beim Wort Roller, an Vespa und Co. Jetzt könnt ihr euch das Hallo vorstellen, wenn Frank mit dem gelben Gerät um die Ecke kommt. Da ist mein neuer Peugeot Metropolis 400i völlig untergegangen und fand kaum Beachtung.
Es gab dann Theorieunterricht, aber von der kurzweiligen Art. Der Vortragende war Rettungsassistent mit schier endloser Berufserfahrung und man hatte sofort den Eindruck, der weiß wovon er redet und was er tut. Es wurde natürlich die Vorgehensweise beim auffinden einer bewusstlosen Person von allen Sichtweisen behandelt. Besondere Fragen, Helm ab, Helm auflassen wurden diskutiert. Thema Mund zu Mund, Mund zu Nasebeatmung, jeder wusste irgendwas, aber nichts Genaues wusste man nicht. Die Teilnehmenden Motorradfreunde waren ruhig, sie hörten zu. Es gab Fragen, sie waren interessiert. Vor Kursbeginn dachte ich, die können sich aber gar nicht leiden, so böse Sprüche untereinander, jeder bekam sein Fett weg. Frank sagte mir, dass ist „blödes Gequatsche, Sprüche und das ist lustig). Gut beobachte ich weiter, hielt mich raus und unsichtbar.
Und dann ging es raus, raus auf die Straße und fahren. Es war eine Ausfahrt geplant, in die Sächsische Schweiz. Ich hasse die Sächsische Schweiz, fahrtechnisch mit Motorrad gesehen. Hat das Spaß gemacht, die Tourendaten habe ich nicht, da hätte ich die Technik beherrschen müssen und mitschreiben und merken, anderes Thema.
Es waren Zwischenstopps organisiert. Wir haben die Wiederbelebung an Puppen praktisch probiert. Wie entferne ich einen Helm. Das ist gar nicht so einfach, wie es klingt. Und hat man das Ding erstmal vom Nischel, wie schwer so ein Kopf ist, den längere Zeit zu halten.
Ein anderer Stopp, finden wir eine Radfahrerin die sich völlig übernommen hat, sie ist bei Bewusstsein und was macht man dann. Wir haben 2 Sachen gelernt, 1. Der Spruch Fahrradfahren ist Scheiße, ist nicht Zielführend und 2. Auch wenn es, eine sportliche, attraktive, junge Frau ist, es wir nicht unverzüglich mit der Mund zu Mundbeatmung angefangen. Ein anderer Stopp, wie man einen Schlaganfall erkennt, Umgang mit Verbandsmaterial. Bei einem anderen Stopp, wie richte ich eine auf der Seite liegende Maschine auf. Bei jedem Stopp wurde erklärt, gezeigt, praktisch geübt.
Es ist schon was anderes, wenn man praktisch jemanden in die stabile Seitenlage bringt. Echte Biker haben einen BMI, der in Modekatalogen selten beworben wird. Und man kriegt den wirklich bewegt und Jungs ich meine jetzt nicht den „Tittizwicker“ zur Überprüfung körperlicher Reaktionen.
Bei jedem Stopp stand Kaffee, der sogar schmeckte und andere Getränke bereit. Es gab Süßigkeiten und auch Obst. Und es gab Gespräche. Es wurde wieder gefahren. Auffallend die Disziplin in der Gruppe währen der Fahrt. Negativ auffallend, Motorräder stinken. An einem Stopp fuhr ein elektrisch betriebenes Motorrad, nicht Roller vorbei. An den folgenden Sprüchen und Puh-Rufen erkannte ich, das Thema Elektromobilität und Klimawandel, muss auch hier noch einmal gesondert behandelt werden.
Und dann waren wir wieder bei den Johannitern, es roch nach Grill. Und so war es dann auch, es gab Wurst und alkoholfreie Getränke. Es wurde ausgewertet, es wurde geredet und ja ich erkannte jetzt den ein oder anderen Spruch als passend und lustig.
Der Kurs wurde mit 80 € berechnet. Aber he, bevor jetzt jemand umrechnet, wie viele Liter Benzin er hätte kaufen können. Bildung ist die Zukunft. Und die Johanniter haben das so gut gemacht, die wünscht man sich, wenn dann doch mal was passiert.

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Hallo André,

 

vielen danke für den schönen und ausführlichen Bericht. Da hat man Euch ganz schön Action geboten. Ich habe mal bei einem meiner 2-jährlichen DRK-Ersthelferkurse probiert, meinen 120 KG-Kollegen aus einem Auto zu befreien, ich hatte keine chance. Vielleicht fehlte noch ein Feuer, was mich hätte angespornt. Wenigstens hat man dich nicht nicht ausgelacht, man erkannte wohl den sinn des Dreirades. Die Anne hast Du beim beatmen hoffentlich auch nicht zum platzen gebracht.

Ich habe den gestrigen Tag für eine Runde nach Freyburg an der Saale genutzt.

Jetzt bin ich aber beruhigter, wenn wir fahren, dass ich eine Firstaid-qualified person mit dabei habe.

 

Viele Grüße, Alex

 

Ach Alexander, was bitte ist ein Firstaid-qualified blablabla Person. Und was habe ich damit zu tun.
Nein die Anne war nicht so „Eine“ Gummipuppe zum aufblasen, auch wenn wir viel Spaß mit ihr hatten. Wusstest Du, dass es für die Mund zu Mund Beatmung so eine Art Präservativ gibt. (Willkommen bei Laerdal Medical – Leben retten | Laerdal Medical) Die genaue Anwendung muss ich mal suchen.
Auch wenn ich Grundwissen und eine  medizinische Ausbildung habe, bin ich noch lange nicht geeignet, um selbstbewusst als Ersthelfer aufzutreten. Ich würde immer erst einmal gucken, ob es nicht jemanden gibt, der es besser kann. Wenn mir einer sagt mache dies, mache jenes, so mache ich dieses oder jenes. Ich tauge nicht zum Alphatier. Natürlich weiß ich das alles theoretisch. Aber nur Theoretisch, in der Praxis sieht vieles so anders aus.
Deshalb hat mich der Vortragende Rettungsassistent von den Johannitern so beeindruckt. Mit einem Selbstbewusstsein, einem Vertrauen in seine Kenntnisse, einer Selbstsicherheit, Entschlossenheit, mir fallen keine Superlative mehr ein. Den fand ich fetzig. Hoffen wir, dass er Recht behält mit der Aussage, „wenn du in die Situation kommst, reagierst du“.
Einer von den Fahrern der Rettungsstaffel hatte jetzt einen Unfall mit dem Motorrad. Ein nach linksabbiegender Pkw fuhr in die Gegenspur ein, hatte das entgegenkommende Motorrad übersehen. Der Motorradfahrer konnte nicht mehr ausweichen, rammte den Pkw und der Fahrer flog in hohen Bogen auf die Straße. Ein Lkw stand wartend an der Kreuzung und hatte eine Kamera laufen. Der 1. Moment, dass hat dir den Atem genommen. Interessant war, wie sich die beteiligten Personen weiter verhalten haben. Zum Beispiel, der Verunglückte war bei Bewusstsein. Als erstes nahm er selbstständig den Helm ab. Wie sind psychologische Abläufe, werde ich an entsprechender Stelle mal erfragen. Auch die Pkw Fahrerin, Airbag hatte ausgelöst usw. Hochinteressant. Dafür gibt es das Team der Unfallforschung, die finde ich mit ihren Fragen kurz nach einem Unfall voll nervig, aber die können so etwas beantworten.
Nebenbei gesagt, dem Motorradfahrer der Rettungsstaffel, geht es heute wieder gut. Er hat ein neues Motorrad, wieder selbe Maschine, selbe Firma. Ein schicker Roller, eventuell sogar mit 3 Rädern ist es nicht geworden.
Zu dem Dreirad wurde ich auch gefragt, warum, weshalb, wieso. Und danach war es akzeptiert und eher begrüßt. Wenn es die einzige Möglichkeit ist, am Zweiradfahren noch teilhaben zu können.
Gruß André
Ich mache mal noch ein Foto von dem "Beatmungs-Präservativ".

Wie das angewendet werden soll und ob man das dann immer dabei und vor allem griffbereit hat, ich wage es zu bezweifeln.
Meine Frau darf ich küssen, aber das Ding bleibt weg, nicht mal für die Wissenschaft und Forschung. Weiber
Gruß André

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Hi André,

 

ein Beatmungsfilter, der einfachen Sorte, aber reicht zu. Hoffen wir mal das wir sowas nicht brauchen.