Honda - NC750X

Kleiner Zwischenbericht nach ca. 22.000 Km zur NC 750X

Nach dem Rollerurlaub mit LuGa und Jörg im Sommer 2014, in Österreich merkte ich das der Satelis so langsam aber sicher in die Jahre kommt und die Fahrwerksmäßigen Wehwechen beginnen, die ihn als Reisefahrzeug disqualifizieren.

Beide Federbeine hinten durch

Lenkkopflager an der Verschleißgrenze

Sitzbank durch


Es musste also etwas neues her, ein Kymco Xciting 400i. Eine ausgiebige Probefahrt war vielversprechend, aber noch nicht abschließend. Ich hatte mich schon seit der Einführung der Honda NC-Reihe (ab 2012 als 670ccm Großer 700er) dafür interessiert. Kurz entschlosen unternahm ich im Juli 2014 eine Probefahrt, habe mir das Motorrad dann für einen Tag ausgeliehen und einen Tag später habe ich den Kaufvertrag unterschrieben.

Mit „Dual Clutch Transmission“ (DCT), Hauptständer, Topcase-Träger und Kotflügelverlängerung kam die NC 750X 8000€. Dafür bekam ich eine leichte Tourenmaschine im „Abenteuer-look“, die aus ihrem 745ccm Großen, mit 270° Hubzapfenversatz pulsierenden zwei Zylindern 55 PS bei max 6500 u/min kitzelt.

 

Steuern bezahle ich irgendwas um die 55€ im Jahr, die Vers. Mit TK und 150€ SB kostet 130€/p.a.

Der Spritkonsum liegt mit rund 3,1l/100m im grünen Bereich.

 

Als weiteres Zubehör kamen bisher zum Einsatz:

  • Seitenkofferträger von SW-Motech
  • Seitenkoffer von Givi
  • Eine Touren-Windschutzscheibe von MRA
  • Eine Original Honda Tourenscheibe (momentan drauf)
  • Sturzbügel vom SW-Motech
  • Die Originale Sitzbank wurde von Bagster umgebaut (verunstaltet) 
  • Komfortsitzbank von Shad (momentan drauf
  • Hinterradspritzschutz vom Puig
  • DCT Fußschalthebel

Zum DCT:

Naja... Es ist sehr bequem aber an Entwicklungsarbeit muss (und wurde schon mit dem Mj16) noch einiges reingesteckt werden. So schaltet das DCT im modus „D“ auch an Steigungen unbeirrt hoch, auch wenn die Drehzahl noch zu niedrig ist. Da das DCT auch nicht ahnen kann was man vor hat, schaltet es manchmal unsinnig.

Das lässt ich aber alles mit dem manuellen Modus umgehen. Dann ist man Semi-manuell der Herr der lage. Das DCT schaltet dann nur noch im letzten Moment herunter, um ein abwürgen des Motors zu verhindern. Hoch geschaltet wird nicht Automatisch, der Motor dreht dann einfach in den Begrenzer.

Mit dem Fußschalthebel aber eine feine sache, was einem aber auch Probleme bereiten kann wenn man (wie bei mir im falle des Leih-Motorrad) auf ein manuelle Getriebe umsteigt. 

Lasse ich im modus „S“ Automatisch schalten geht die lutzi ab. Beim vollen heraus beschleunigen in niedrigen Gängen wird wirklich ganz kurz vorm Drehzahlbegrenzer geschaltet, bis c.a 90 km/h wird beim Kick-Down auch der 3. noch mal bemüht. Das Gas aufreißen zaubert mir dann immer ein breites lächeln ins Gesicht.

 

Fazit: jederzeit wieder DCT.

Problem bisher: Ich hatte am Anfang immer Diskrepanzen beim DCT, wenn ich im 2. Gang war, langsam verzöger, das DCT kurz vorm herunterschalten in den 1. war und ich dann wieder Gas gegeben habe. Da hat das DCT die 2. Kupplung schleifen/rutschen lassen, statt voll eingekuppelt gelassen. Ist aber so gewollt.

 

Ansonsten keine Probleme. Ein Garantieantrag wird noch bearbeitet: Die Staubschutzkappen der Telegabel sind rissig.

 

Drei Rückrufaktionen habe ich auch mitgenommen. 

  1. Das Kombiinstrument (Tacho) wurde getausch, weil sich bei einigen der Tageskilometerstand selbstständig genullt hat.
  2. Das Kombischloss für Staufach und Tankklappe wurde überbeitet. U.a. kamen ein anderes Fett und ein verstärkter Kunststoffring zum Einsatz, weil es da einige defekte gab, wo man das Stafach nicht mehr öffnen konnte.
  3. Das Anlasserrelais wude getauscht, weil es da einige ausfälle gab und die möglichkeit bestand das sich das Teil in Rauch auflöst.

 

1. Service bei 1000 Km kam um die 150 Euro

2. Service bei 12.000 (habe ich aber bei 10.000 km machen lassen, wegen Reise) kam mit neuen Reifen 514 Euro

3. Service bei 22.000 Km (alle 12.000 km) kam mit neuen Reifen 670€

Viele Grüße, Alex

 

   
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